Mehr als alle Sterne – und doch endlich – com-unio

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Nächste Termine 


Online Treffen, jeweils
Sonntag um 19:00 Uhr:

12. Juli 2026
"Heute schon gestaunt?"

9. August 2026:
Allein - oder einsam?


6. September 2026
Über das Suchen, das Finden und das Gefundenwerden

4. Oktober 2026
1. November 2026
(Allerheiligen)
29. November 2026
(1. Advent)
20. Dezember 2026
(4. Advent)

 


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Bibliolog mit
P. Lutz Müller SJ:

18. Juli
08. August
12. September
24. Oktober
24. November
19. Dezember 2026!

Hier geht es zum Teilnahme-Link und den Instruktionen

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Gebetsanliegen

Jesus web


Wir bitten um Euer Gebet für Volker. Möge er in seiner letzten Lebensphase Frieden und Trost finden.


Meine Patentante in Koblenz ist erlöst. Danke für Euer Gebet.

„Denn ich bin ganz sicher: Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Dämonen, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges noch irgendwelche Gewalten, weder Hohes noch Tiefes oder sonst irgendetwas auf der Welt  können uns von der Liebe Gottes trennen, die er uns in Jesus Christus, unserem Herrn, schenkt.“

Römer 8,38–39


 Vrsar 1

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Seit Jahrhunderten komponieren Menschen Musik. Von Palestrina, Bach, Dvořák, Rheinberger bis hin zu Rutter oder Gjeilo sind unzählige Melodien entstanden. Irgendwann stellte sich mir die – vielleicht verrückte - Frage: Wenn ein Klavier 88 Tasten hat, wie viele unterschiedliche Melodien lassen sich damit überhaupt komponieren?

Meine Berechnungen habe ich dann von der KI durchführen lassen: Wenn die Melodien 50 Takte lang sind, ausschließlich im 4/4-Takt stehen und nur Ganze-, Halbe-, Viertel- und Achtelnoten verwenden, entstehen bereits in diesem stark vereinfachten Modell ungefähr 10³⁸⁸ verschiedene Melodien. Das ist eine 1 mit 388 Nullen. Beschränkt man die Berechnung auf drei Oktaven, läge man dann grob in einer Größenordnung von etwa 10¹⁴⁰ bis 10²⁰⁰ möglichen Melodien (je nach genauer Berechnung der Rhythmuskombinationen).

Das ist zwar dramatisch weniger als 10³⁸⁸, aber immer noch eine Zahl, die jede Vorstellungskraft sprengt: Die tatsächliche Zahl wäre noch größer, wenn man zusätzlich Pausen, unterschiedliche Taktarten, Vorzeichen und Tonarten berücksichtigt. Doch was bedeutet eine Zahl wie 10²⁰⁰ oder 10³⁸⁸ überhaupt?

Ich habe die KI diese Zahl einmal mit bekannten Größen vergleichen lassen:

  • Seit Beginn der Menschheitsgeschichte haben schätzungsweise etwa 10¹¹ Menschen gelebt.
  • Seit dem Urknall sind ungefähr 10¹⁷ Sekunden vergangen.
  • Die Zahl aller Atome im beobachtbaren Universum wird auf etwa 10⁸⁰ geschätzt.
  • Der Mathematiker Claude Shannon schätzte die Zahl möglicher Schachpartien auf etwa 10¹²⁰.

Das Erstaunliche: All diese Zahlen sind kaum vorstellbar. Und dennoch haben sie eines gemeinsam: Sie sind endlich. Man könnte sie theoretisch vollständig erfassen, zählen oder auflisten – zumindest in der Mathematik. Auch die Zahl aller möglichen Melodien ist trotz ihrer Größe endlich. Selbst wenn wir uns das kaum vorstellen können, wären innerhalb dieses Modells irgendwann alle möglichen Melodien komponiert. Auch die größte Zahl bleibt endlich. Und genau das ist vielleicht das Erstaunlichste: Was geschieht, wenn wir an die Grenze des Vorstellbaren gelangen? Dort beginnt eine Frage, die keine mathematische mehr ist. Die Bibel spricht von Unendlichem:           

Gottes Liebe.
Gottes Güte.
Gottes Barmherzigkeit.

Während jede geschaffene Wirklichkeit Grenzen hat, kennt Gottes Wesen keine Grenze. Seine Liebe erschöpft sich nicht. Seine Geduld geht nicht zu Ende. Seine Barmherzigkeit wird nicht kleiner, wenn sie verschenkt wird.

Alle großen Zahlen dieser Welt – die Sterne des Himmels, die Atome des Universums und selbst die unzähligen Melodien, die jemals geschrieben werden könnten – sind endlich. Gott allein ist unendlich.

Sternenhimmel

Vinzenz Pallotti und die Unendlichkeit Gottes

„Mein Gott, meine unendliche Liebe, unnennbare Liebe, unbegreifliche Liebe!“ (VP)

Diese Erkenntnis prägte das Leben des heiligen Vinzenz Pallotti zutiefst. Immer wieder dachte er über die Unendlichkeit Gottes nach. In seinen Briefen, Gebeten und Aufzeichnungen verwendete er häufig das mathematische Zeichen der Unendlichkeit – die liegende Acht (∞). Für ihn war sie Ausdruck von Staunen, Dankbarkeit und Vertrauen.

Zahlen wie 10³⁸⁸ führen uns an die Grenzen unserer Vorstellungskraft. Doch selbst eine solche Zahl bleibt endlich. Für Pallotti beginnt genau an diesem Punkt eine tiefere Wirklichkeit: Wo alle Zahlen enden, endet Gottes Liebe nicht. Wo jede geschaffene Größe ihre Grenze hat, kennt Gott keine Grenze.

Pallotti sprach von Gott als der „unendlichen Liebe“ und der „unendlichen Barmherzigkeit“. Diese Erfahrung war für ihn keine abstrakte Idee, sondern die Mitte seines Glaubens und die Kraftquelle seines Handelns. Vielleicht erinnern uns die größten Zahlen des Universums gerade deshalb an etwas, das über jede Zahl hinausweist: an das Geheimnis des Unendlichen. Für Vinzenz Pallotti war die liegende Acht mehr als ein mathematisches Symbol. Sie war ein Glaubensbekenntnis:

Gott ist die unendliche Liebe

Seit Jahrhunderten wurden unzählige Lieder zur Ehre Gottes geschrieben – wahrscheinlich Hunderttausende, vielleicht Millionen. Und doch reicht keines aus, das Geheimnis Gottes vollständig zu besingen.

Wenn wir das nächste Mal in den Sternenhimmel schauen oder von einer schönen Melodie berührt werden, mögen sie uns daran erinnern, dass hinter aller Schönheit und Größe dieser Welt der Gott steht, dessen Liebe unendlich ist – größer als jede Zahl, tiefer als jedes Geheimnis und näher, als wir oft ahnen.

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