Höhenflüge und Bruchlandungen - Der Autor erzählt – com-unio

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Nächste Termine

Online Treffen, jeweils Sonntag um 19:00 Uhr:

1. November 2026 (Allerheiligen)
29. November 2026 (1. Advent)
Der Heilige Franziskus -
mit Prof. Dr. Margareta Gruber OSF
20. Dezember 2026 (4. Advent)

Letzte Treffen

4. Oktober 2026
"Loslassen"
6. September 2026
Über das Suchen, das Finden und das Gefundenwerden
9. August 2026
Allein - oder einsam?
12. Juli 2026
"Heute schon gestaunt?"

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Bibliolog mit
P. Lutz Müller SJ:

24. Oktober
24. November
19. Dezember 2026!

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Gebetsanliegen

Jesus web


Wir bitten um Euer Gebet für Volker, der am 3.10. verstorben ist.

„Denn ich bin ganz sicher: Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Dämonen, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges noch irgendwelche Gewalten, weder Hohes noch Tiefes oder sonst irgendetwas auf der Welt  können uns von der Liebe Gottes trennen, die er uns in Jesus Christus, unserem Herrn, schenkt.“
Römer 8,38–39

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Buchcover PWM"Die Kirche muss dort sein, wo Menschen zusammen sind" 

Ein Leitspruch, den Pater Walter Maader in über dreißig Jahren Flughafenseelsorge in Frankfurt Tag für Tag gelebt hat. „Es geht nicht um uns, sondern um die Menschen, die uns anvertraut sind“, oder: "die Kirche muss auf die Menschen zugehen, und nicht auf sie warten", so P. Walter Maader am 1. Oktober beim online-Treffen von com-unio. Von höchst unterschiedlichen Begegnungen mit den Passagieren und Angestellten des Flughafens erzählte der 95-jährige eindringliche Geschichten, die er auch in seinem Buch „Höhenflüge und Bruchlandungen“ festgehalten hat. 

Plenum webDieses Buch wollte der Autor ursprünglich gar nicht schreiben. Animiert dazu wurde er von einem Verleger, dem er aber die Druckerlaubnis nur unter der Auflage gab, dass er selbst für das Buch kein Geld bekommt.

P. Maader berichtete bei unserem Treffen von seiner Kaplanszeit in Limburg und der Anfrage des damaligen Limburger Bischofs Wilhelm Kempf und seines Provinzials P. Ludwig Münz SAC, die Seelsorgestelle am Flughafen aufzubauen. Er sprach von den nicht so einfachen Jahren des Aufbaus dieser Seelsorge und einem engagierten ehrenamtlichen Mitarbeiterkreis, die einen Raum schafften, in dem Passagiere und Angestellte Ruhe oder ein offenes Ohr fanden; Hilfe in verschiedensten Notsituationen, oder auch einen Kaffee und ein Stück Kuchen. Und wo nicht zuletzt Menschen unterschiedlichster Religionen ihren Platz fanden - hier wurde bereitwillig improvisiert und eine kleine Moschee und Tempel geschaffen, sodass die Besucher auf ihre je eigene Art beten konnten.

Jeden Tag um 9:00 Uhr feierte P. Maader in der Kapelle mit den Gästen und Mitarbeitern einen Gottesdienst. Das war die Zeit, in der sich alle „Kraft für ihren Dienst" holten. Der Autor erzählte auch von Begegnungen mit bekannten Persönlichkeiten wie Mutter Teresa, die dringend mit US-Präsident Ronald Reagan telefonieren musste, dessen Telefonnummer sie in ihrem kleinen Telefonbüchlein immer dabei hatte, und der auf ihre Anfrage Hilfsgüter in den Sudan schickte. Oder von Frère Roger Schütz (Taizé), der am Gottesdienst in der Kapelle teilnahm, und vom Besuch verschiedener Kardinäle, wie Kardinal Wojtyla (Johannes Paul II.). Auch erzählte er von traurigen Geschehnissen, die sich ihm sehr eingeprägt haben, wie der schreckliche Bombenanschlag am 19. Juni 1985. Höhenflüge und Bruchlandungen. Auch lustige und schöne Geschichten hatten ihren Platz, wie z.B. von dem Besucher, der sein Würstchen an der Kerze auf dem Altar braten wollte. Oder die erste katholische Trauung in 3000 m Höhe, direkt über dem Limburger Dom. In seinem Buch und auch bei diesem Treffen lenkte P. Maader seinen Blick zudem auf seine schwere Jugendzeit während des zweiten Weltkrieges, und in diesem Sinne endete das online-Treffen auch mit einem Friedensgebet von Ursula und Veronika.

Die Anwesenden und auch der Referent selbst hatten es überhaupt nicht eilig, den Abend zu beeden. Immer neue Fragen und Themen brachten die Erzählungen voran, und niemand konnte sich den packenden und im Wortsinne vielsagenden Geschichten entziehen. Mit großem Dank an den Begründer und Pionier der deutschen Flughafenseelsorge verabschiedeten wir uns schließlich voneinander.    

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